In nur vier Saisons hat sich der Volleyballclub Royan Atlantique aus der Anonymität der unteren Ligen ins Rampenlicht der Profimeisterschaften katapultiert. Angeführt von einem leidenschaftlichen Spielerpräsidenten, David Guelle, einem eingeschworenen Team und wachsender Begeisterung in der Bevölkerung überrascht das Projekt Royan Pirates immer wieder aufs Neue. Wir tauchen ein in das Herz eines menschlichen und kollektiven Abenteuers.

Die Piraten von Royan: Vom Traum zum beruflichen Ehrgeiz

Eine Idee aus dem Herzen (und aus Athen)

Alles begann eher zufällig oder eher aus Leidenschaft. „Das eigentliche berufliche Projekt begann 2020, als ich meine Karriere in Athen zur Zeit von Covid beendete“, sagt David Guelle. Zurück zu Royanübernahm er den örtlichen Verein, der damals in der vierten Liga spielte. Sehr schnell nahm das Projekt Gestalt an. Er überzeugte einige Freunde, sich ihm anzuschließen ... dann packte ihn der Wunsch zu gewinnen und aufzusteigen. Ein Ehrgeiz war geboren, einfach, aber kühn: Machen Sie Royan zu einem professionellen Volleyballclub, eine Premiere in der Geschichte des Gebiets.

Starke Identität et Express-Anstiege für Die Piraten von Royan

Jedes Jahr steigt der Club eine Stufe auf. Im Jahr 2023 Die Piraten – so nannten sie sich – endlich Zugang zur Ligue B, dem Vorraum der Elite. Neuer Name, neues Logo, neue Grafik: Die „Piraten“-Identität trifft den Nagel auf den Kopf, sowohl im Saal als auch in den sozialen Netzwerken. Ergebnis: Royan gewinnt die Der größte Publikumspreis der Liga seit seiner ersten Profisaison. Eine seltene Begeisterung für einen „kleinen“ Verein, der es geschafft hat, seine Spiele zu echten lokalen Ereignissen zu machen.

Ironischerweise die Aufstieg in die Liga B Das hätte nicht so schnell passieren dürfen. „Zwei Vereine fielen ab, und die Liga suchte nach einer Lösung. Ich hatte das vorausgesehen. Wir hatten ein solides Dossier mit einem originellen Wirtschaftsmodell vorbereitet“, erklärt David. Infolgedessen stieg Royan etwas früher als erwartet in die Profiliga auf. Überstürzt? Vielleicht. Aber vor allem war es eine Anerkennung der Ernsthaftigkeit des Projekts.

Nach zwei euphorischen Jahren gestaltete sich die Saison 2024/2025 deutlich schwieriger. Royan belegte den letzten Platz in der Meisterschaft. Einen Abstieg gab es jedoch nicht: Die Anzahl der Mannschaften in der Liga reichte für ein traditionelles Auf- und Abstiegssystem nicht aus. Ein Glück im Unglück. „Das ursprüngliche Ziel waren die Top 4. Das ist uns nicht gelungen, aber das gehört zum Spiel dazu. Jetzt bauen wir um.“

Eine gut geölte Maschine: zwischen Training, Shows und Freiwilligen

Hinter den Kulissen läuft alles rigoros. Die Saisonvorbereitung beginnt im August mit 7 bis 10 Wochen intensive Arbeit. „Zwei oder sogar drei Trainingseinheiten pro Tag, fünf bis sechs Tage die Woche“, erklärt der Spielerpräsident. Muskelaufbau, gezielt, kollektiv: das Programm der Profis.

Trainingseinheit für die Royan Pirates

Aber Royan ist nicht nur Sport. Es ist auch ein Familienshow die ein breites Publikum anzieht, oft Neulinge. Ein Erfolg, der größtenteils auf die unglaubliche Mobilisierung von 50 ehrenamtliche Vereinsmitglieder, verglichen mit kaum 5 oder 6 vor ein paar Jahren. Tickets, Erfrischungen, VIP-Logen, Veranstaltungsort-Einrichtung ... ohne sie wäre nichts möglich.

Es ist nicht nur ein Spiel, es ist ein lokales Event. Wir bieten ein Erlebnis.

Ein Verein, ein Territorium, ein kollektiver Stolz

Was treibt das Projekt an? Die Verbindung mit dem Gebiet. Der Sport ist das, was die Menschen hier zusammenbringt.Sport spaltet nicht, er spricht alle an. Und wir geben den Menschen ein Team, das sie unterstützen können, ein Gefühl der Zugehörigkeit.“ Ein Gefühl, das das Publikum, die ehrenamtlichen Helfer, die jungen Leute des Vereins und die vielen Neugierigen, die ihm treu geworden sind, teilen. Und selbst wenn die Ergebnisse enttäuschen, bleiben die Tribünen voll.

Volleyballspiel der Royan Pirates

Vor Leuten zu spielen ist unser Lebenselixier. Sonst könnten wir genauso gut wieder Amateure werden.

Ein einzigartiges Wirtschaftsmodell in Frankreich

Jenseits des Feldes, Royan baut ein einzigartiges Modell. „Wir sind dabei, eine Unternehmen mit verwandten wirtschaftlichen Tätigkeiten Wer wird den Verein unterstützen? Das ist unsere Stärke. Wenn wir in die Ligue A wollen, müssen wir unser Budget erhöhen, aber vor allem stabil sein.“ Denn im französischen Volleyball scheitern viele Projekte an fehlenden Ressourcen. „Mit einem Budget von 600.000 Euro kommt man nicht in die Profiwelt. Man braucht ein solides Fundament.“

Ziel der Liga: Auf nach Europa?

Trotz der schwierigen Saison bleibt der Kurs klar: Erreichen Sie die Liga A in den nächsten fünf Jahren. Und warum nicht von Europa träumen? Die Flamme brennt, die Leidenschaft ist ungebrochen. Und die Piraten haben ein ganzes Land erobert. „Wir haben wirklich etwas. Der Sport ist hier ein riesiger Hebel. Also, lasst uns darauf setzen. Lasst uns weiter träumen.“
Als nächstes stehen die großen Veränderungen für die nächste Saison an. Training, Rekrutierung, Partnerschaften. Eines ist sicher: Die Pirates werden nicht aufgeben.

Folge den Piraten

Treffen mit Julien Pasquier, Libero des Teams Royan Pirates

Tony Voisin
Julien Pasquier mitten in einem Volleyballspiel

Julien Pasquier Dank seiner Mutter, einer ehemaligen Regionalspielerin, begann er im Alter von 9 Jahren mit dem Volleyballspielen. Nach Angers, Nantes und dem Trainingszentrum wechselte er nach einem Austausch zwischen seinem ehemaligen Trainer und David Guelle nach Royan.

Dabei bleibt seine schönste Erinnerung das Halbfinale 2024. 1200 Leute waren in der Fusion und auch wenn die Gegner stärker waren, kämpfte das Pirates-Team wie nie zuvor.

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